Freitag, 26. Februar 2016

Der Entschluss ist gefasst! Und nun?

Wenn dann erst das Ziel gesetzt ist, sollte es doch eigentlich von alleine gehen, oder?

Ich habe mit verschiedenen Leuten gesprochen, die bereits länger vegan leben. Fast alle haben einen "Kahl-Schlag" gemacht und mit einem Mal alles Tierische weg geworfen. Manche haben zuvor auch schon vegetarisch gelebt - da war die Umstellung nicht mehr ganz so groß. 

Ehrlich gesagt, hätte ich auch am liebsten alles weg geworfen, allein schon aus Angst, ich könnte Rückfällig werden. Aber auch, weil die Euphorie in dem Moment so groß war. Drei Gründe hielten mich allerdings doch davon ab:

1. Es wäre absolute Geldverschwendung gewesen. 

Die Lebensmittel haben alle Geld gekostet und wie ihr aus meinem ersten Post schon heraus lesen konntet, habe ich gerne und viel Fleisch gegessen... Dementsprechend voll waren die Tiefkühltruhen. 

2. Ich habe nach wie vor eine Familie, die Mischkost gewohnt ist. 

Meinen Mann hätte man zwar schon vor meiner Nahrungsumstellung aufgrund seines geringen Fleischkonsums vegetarisch ernähren können, aber auf seinen Gouda morgens zum Frühstück verzichtet er bis heute nicht. 

3. Die Tiere, die für dieses Fleisch in meiner Tiefkühltruhe sterben mussten, sind bereits tot. 

Ich hätte es noch respektloser gefunden, das Fleisch einfach weg zu schmeißen. 

Mein Plan war also, alles nach und nach zu verbrauchen. Nicht ich selber wollte es "abessen" sondern ich wollte es nach und nach für meinen Mann und für Besucher zubereiten. 

Nun, 4 Monate später, verschenke ich immer mal wieder etwas davon, da ich es nicht mehr zubereiten konnte/wollte. Ich habe kein Problem damit meinem Mann oder dem Wintermädchen (unserer Tochter) ein Käsebrot zu schmieren, aber das Fleisch in der Pfanne mag ich bei uns zuhause nicht mehr sehen. Nicht weil ich mich davor ekele (manchmal hoffe ich, es wäre so, dann bliebe mir mein gelegentlicher Heißhunger auf einen fetttriefenden Burger erspart), vielmehr, weil ich es aus ethischen Gründen nicht mehr will. 

Es war also, trotz der Pläne, ein abrupter Wechsel. Es kommt halt doch oft anders als man denkt. 

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