Freitag, 26. Februar 2016

Der Wendepunkt in meinem Leben

Jeder bedeutenden Entscheidung geht ein bedeutendes Ereignis voraus. So auch bei mir, als ich mich letztes Jahr im November dazu entschloss, meine Ernährung vollends auf vegan umzustellen. ,,DUUUUUU?! Vegan???", das war die häufigste Reaktion in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis. Zugegeben, ich habe vor meiner Nahrungsumstellung seeeehr viel Fleisch gegessen. Wenn man mich damals gefragt hätte, hätte ich mich eher nur von Fleisch, als ohne ernähren können. Für meine Beweggründe muss ich ein wenig ausholen....

Als ich zehn Jahre alt war erkrankte meine Mutter. Zunächst wusste niemand, was genau sie hatte. Man hakte nicht genauer nach, nachdem der Hausarzt ihr Gicht diagnostizierte. Doch leider verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Nach einigen weiteren Jahren stand fest, dass sie unter Rheuma litt. Dass es mehr als 450 Arten davon gibt, wusste ich damals noch nicht. Zehn Jahren Schmerzen und viele Klinikaufenthalte später, starb meine Mutter. Da war ich 20 Jahre alt. Es war ein riesiger Schock für mich und trotz der Anwesenheit meines liebevollen Ehemannes, fühlte ich mich sehr alleine. 

Inzwischen bin ich 27 Jahre alt, Mutter von drei wundervollen Kindern und leide, wie meine Mutter, unter einer Kollagenose. Warum mein Entschluss, mein Leben zu verändern, so lang gedauert hat? So ganz genau weiß ich das auch nicht. Ich war mehr als einmal nach den Geburten der Kinder sehr krank. Nie wusste man, was ich genau habe. Selbst heute kann man das durch die Blutwerte nur ungefähr sagen.... Aber irgendwann letztes Jahr, als es mir wieder sehr schlecht ging und ich die dritte Herzbeutelentzündung hinter mir hatte, war mir klar, dass ich etwas verändern musste! Ich wollte nicht wie meine Mutter enden. Ich möchte meine Enkelkinder kennen lernen! 

Nach langen Recherchen im Netz fand ich heraus, dass es Menschen gibt, die geheilt wurden von der unheilbaren Krankheit! Und viele weitere Erfahrungsberichte, die zumindest Besserung versprachen. Die Lösung sprang mir beim Lesen dieser unzähligen, langen Texte, Studien und Erfahrungsberichte immer wieder ins Auge: Vegane Ernährung. 

Ich werde oft gefragt, ob mir die Umstellung schwer viel. Meine Antwort ist immer die selbe: es ist reine Kopfsache. Wenn man ein Ziel so vor Augen hat, dann fällt es einem nicht schwer. Mit der selben Leichtigkeit, mit der ich das Rauchen aufgab, als ich mit meinem ersten Sohn schwanger wurde, hörte ich letztes Jahr damit auf, tierische Produkte zu konsumieren. 

Und dabei blieb es nicht. Ich wollte so viele "böse Inhaltsstoffe" aus unserem Leben verbannen, wie es nur ginge. Das ist nicht zuletzt auch eine Kostenfrage, deswegen dauert dieses Projekt auch noch an. Sämtliche Kosmetikprodukte sind (bis auf wenige Ausnahmen) ausgetauscht. Bald folgen Reinigungsmittel. 

Wie es meiner Familie und mir bei diesem Projekt ergeht? Begleitet mich und findet es heraus! 

Grüne Grüße
Kathrin 

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