Donnerstag, 7. April 2016

Natürliche Haarwäsche

Seit ich denken kann, muss ich meine Haare täglich waschen, um nicht mit einem fettigen Ansatz und trockenen Spitzen herum laufen zu müssen. Nachdem ich letztes Jahr auch fast alle Kosmetikprodukte auf vegan umgestellt habe und auch das Shampoo von mir getauscht wurde, wurde es erst mal noch schlimmer. Meine Haare waren trocken und widerspenstig. Vor allem unter der Dusche hatte ich nicht wie sonst dieses weiche, fluffig-schaumige Gefühl in den Haaren, sondern es fühlte sich rau und spröde an. Trotzdem gab ich nicht auf und benutzte das vegane Shampoo von alverde weiterhin. Nach ca. einer Woche gewöhnte sich mein Haar auch daran und es wurde wieder weicher. Es kam auch hin und wieder vor, dass ich mal eine Haarwäsche auslassen konnte. 

Natürliche Alternativen zum Shampoo

Trotz allem war mir das noch nicht genug. Ich wollte größere Abstände zwischen den Haarwäschen, weniger Geld für diese ganzen Pflegeprodukte ausgeben und es lag mir am Herzen, noch mehr Plastik aus unserem Haushalt zu verbannen. 

Dafür experimentierte ich überwiegend mit Backzutaten, die man eh im Haushalt hat herum und orientierte mich dabei an verschiedenen Rezepten aus dem Internet für selbst gemachtes Shampoo. 

Mein Lieblingsshampoo besteht aus 250ml warmen Wasser und 3 gehäuften Esslöffeln Roggenvollkornmehl. Ich mische die beiden Zutaten und lasse sie mindestens eine Stunde stehen, bevor ich die Masse siebe und beim Duschen oder in der Wanne auf den Kopf auftrage und damit ordentlich die Kopfhaut massiere. Ich lasse alles ein paar Minuten ziehen und wasche es dann gründlich aus. Zum Schluss spüle ich mit kaltem Wasser nach, dadurch schließt sich die Schuppenschicht der Haare. Allgemein versuche ich inzwischen all zu warmes Wasser auf meinen Haaren zu vermeiden, da es nur die Haare aufquellen lässt. 



Ich habe auch noch ein anderes Rezept ausprobiert, dabei mische ich eine Packung Backpulver mit einem Glas (200-250ml) heißem Wasser und wasche  damit die Haare. Anschließend kippe ich einen Liter kaltes Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig über die Haare. Der Geruch des Essigs verfliegt. Leider trocknet mir diese Variante zu sehr Haare und Kopfhaut aus. Daher ist es für mich lediglich dann eine Option, wenn ich das Gefühl habe, meine Kopfhaut ist sehr fettig und bedarf einer stärkeren Reinigung. 

Die Bürste - mein bester Freund

Bei beiden Varianten ist das Bürsten äußerst wichtig. So wie Oma es schon immer sagte, sollte man die Haare mit 100 Bürstenstrichen pflegen. Das Sebum verteilt sich gleichmäßig im Haar und verleiht ihm Glanz. Gleichzeitig wird die Kopfhaut massiert, wodurch die Durchblutung angeregt wird und die Haare schneller wachsen. 
Ich verwende dafür eine Bürste mit Wildschweinborsten und dazwischen Plastikstiften. Diese Bürste hatte ich schon vor meiner Lebensumstellung auf vegan und Wegschmeißen wäre zu schade. 
Ein bis zwei Mal die Woche nehme ich die Bürste mit in die Wanne/unter die Dusche und Seife sie kräftig ein, denn sie nimmt morgens und abends (und manchmal auch zwischendurch) den ganzen Staub und Dreck, der sich über den Tag in den Haaren ablegt, auf. 

Fazit

Die Umstellung auf ein natürliches selbstgemachtes Shampoo hat sehr viele Vorteile:
- es kostet viel weniger 
- man kann sich ständig neue Varianten (auch mit ätherischen Ölen) ausdenken
- die Haare fetten weniger nach
- man hat immer etwas im Haus, das man verwenden kann
- man produziert keinen Plastikmüll
- man schmiert sich keine Chemie in die Haare

Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Haare seit dem mehr glänzen und kräftiger sind. 

Das Ganze hat aber auch Nachteile:
- man muss das Shampoo immer frisch zubereiten
- das "Mitnehmen" (zB in den Urlaub) gestaltet sich umständlicher als bei normalem Shampoo

Wer auch mit selbstgemachtem, natürlichem Shampoo liebäugelt und bislang normales Shampoo verwendet, dem empfehle ich einen sanften Übergang zu schaffen und zunächst auf fertiges, natürliches Shampoo (zB von alverde oder lavera) umzustellen. Die Haare und die Kopfhaut reagieren sehr stark auf diese Veränderung. 
In jedem Fall wird das Endergebnis überraschen! Ich nutze inzwischen seit einem Monat kein Shampoo mehr und mein Haar sowie meine Kopfhaut fühlen sich super an! Ich wasche mir alle 2-3 Tage die Haare und nie waren meine Haare so weich und kräftig! Die juckende Kopfhaut, die ich früher hatte, gehört der Vergangenheit an und ich konnte noch mehr Plastik aus unserem Haushalt mit der No poo Methode verbannen. 

Wie und wie oft wascht ihr euch die Haare? 

1 Kommentar:

  1. Huhu Kathrin,
    das klingt klasse. Ich muss mein Haar alle zwei Tage waschen :-)
    LG
    Elena

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